Europäisches Länderranking: Im Vergleich zu den Eisenbahnländern Schweiz und Österreich liegt Deutschland weit zurück, welche ihre schon ohnehin hohen Investitionen weiter erhöht haben.

In Deutschland lagen 2019 die Investitionen in den Schienenverkehr pro Kopf bei 79€ pro Einwohner. Das beträgt weniger als ein Fünftel des Schweizer Niveaus.

Auch Luxemburg treibt die Verkehrswende weit voran – erst neu aufgenommen ins Länderranking und schon ganz vorne mit dabei: Sie investieren 448€ pro Kopf in die Schiene. Schweden (188€), Großbritannien (101€) und Italien (93€) schneiden auch besser ab als Deutschland.

„Aus heutiger Sicht erscheint es unfassbar, dass eine Regierung ausgerechnet beim klimafreundlichen Verkehrsträger Schiene sparen kann. Genau das haben wir über Jahrzehnte erlebt“, so Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene. „Es passt auch nicht mehr in die Zeit, dass der Bund nach wie vor den Schwerpunkt der Verkehrswegeinvestitionen bei der Straße setzt.“

Länder wie Österreich haben schon seit Jahren ihren Schwerpunkt auf die Schiene gelegt. 2019 flossen fast zwei Drittel der Investitionen in den Schienenverkehr und nur ein Drittel in die Straße.

2020 steigen die Schieneninvestitionen imBundeshaushalt in Deutschland um ca. 40 Prozent, jedoch muss erstmal noch abgewartet werden. „Erst wenn der Ausbau der Schiene klar Priorität bekommt und der Bund seine Schieneninvestitionen dauerhaft und nachhaltig hochfährt, können sich die Menschen auf eine Verkehrswende mit einer Schieneninfrastruktur auf europäischem Spitzenniveau freuen.“, so Flege.

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