Schon 2018 wurde beschlossen, dass Gas-LKW dieselben Vorteile gewährt bekamen wie Elektro-LKW, d.h. Unterstützungen von bis zu 12.000 Euro pro Fahrzeug und Steuervergünstigungen.
Damals wurden die Politiker und Käufer durch die vermeintlich positiven Umweltauswirkungen laut Hersteller überzeugt, denn Erdgas würde im Vergleich zu Diesel ein Fünftel weniger Co2 ausstoßen.

Dennoch wurden die positiven Wirkungen in Frage gestellt und Tests durchgeführt, welche fatal ausfielen. Es kam raus, dass Erdgas-LKW 5x mehr Stickoxide als Diesel ausstießen. Auch die Feinstaubwerte waren ähnlich.

Somit ist der Klimavorteil der Gas-LKW und die Förderung nicht mehr haltbar und eine Mautbefreiung umweltpolitisch nicht vertretbar. LKW-Transporte würden billiger und der Verkehr von der Schiene wieder auf die Straße zurückverlagert werden. Es werden jedoch über 3 Millionen Tonnen Co2 pro Jahr durch den Transport mit der Bahn eingespart.

„Der Schienengüterverkehr ist effizient, umweltfreundlich und zeigt gerade auch in der aktuellen Krise seine Leistungsfähigkeit. Hier gäbe es reichlich Bedarf an politischer Hilfestellung, denn auch die Güterbahnen leiden natürlich aktuell massiv an wegbrechenden Aufträgen. Nach unseren Berechnungen fehlen der Branche Corona-bedingt bereits rund 900 Millionen Euro.“ – Sprecher Grünen-Bundestagsfraktion für Verkehrspolitik Stephan Kühn und Bahnpolitik Matthias Gastel.

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