Aktuelles

2021: Digitalisierung der Eisenbahnen vorantreiben

Bis zum Jahr 2030 soll der Bundestag die Finanzierung der On-Board-Units (OBUs) für das europäische Leit- und Sicherungssystem ETCS komplett finanzieren. Dies fordern zumindest Mofair und andere Bahnverbände:

Dazu müssten die Mittel für das ETCS um 150 Mio. Euro erhöht werden. Mehrere hundert Millionen Euro wurden schon in die DB Netz AG zur Umrüstung der Stellwerke investiert, doch die Eisenbahnen werden fast gar nicht gefördert.

„Die OBUs sind nichts anderes als in den Zug verlegte Signale. Sie bleiben Infrastruktur, für die der Bund die Finanzierungsverantwortung hat“, so mofair-Präsident Christian Schreyer.

Das ETCS-System ermöglicht die europäische Vereinheitlichung von Stellwerkstypen, womit das Eisenbahnwesen um ein Vielfaches effizienter werden kann und die Kapazität der Schiene gesteigert werden kann.

Die Bundesrepublik entzieht sich jedoch der Finanzierungsverantwortung und daher fordern die Verbände, dass bis 2030 die OBUs komplett gefördert werden sollen.

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VERS-App für Datenaustausch geht Live

Zum Jahresende gibt es mehr Effizienz in der Instandhaltung von Güterwagen durch die neue App der VPI-Servicegesellschaft:

Mit der App ist der Digitale Datenaustausch zwischen Wagenhaltern und Werkstätten einfacher und standardisierter als mit händisch ausgefüllten Formularen. Statt den Wagen in der Werkstatt immer neu aufzunehmen, können in Zukunft die Wagenstammdaten über die VERS-App vom Halter digital zur Verfügung gestellt werden.

„Der elektronische Datenaustausch verbessert die Planbarkeit von Instandsetzungsarbeiten, optimiert die Datenqualität und verkürzt im Ergebnis die Verweildauer der Wagen in den Werkstätten spürbar“, so VERS-Geschäftsführer Joachim Wirtgen.

Das Tool für die Datenpflege ist einfach zu bedienen und läuft auf Smartphone, Tablet und Laptop mit Android, iOS und Windows.

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Bund und Länder schüren Angst vor Bus und Bahn

Das Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene, der Fahrgastverband Pro Bahn und der ökologische Verkehrsclub kritisieren die nicht wissenschaftlich belegten Warnungen von Bund und Ländern vor dem öffentlichen Verkehr im Bezug auf Corona:

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Bus und Bahn keine Corona-Hotspots darstellen. „[…] Wenn die Politik vor Fahrten in Bus und Bahn warnt, müsste sie erst recht vor dem Straßenverkehr mit der hohen Zahl an Unfalltoten und Schwerverletzten warnen“, so Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene.

Wenn die Fahrgäste die Vorsichtsregeln wie das Maskentragen einhalten, dann bestehe auch kein erhöhtes Ansteckungsrisiko.

Durch den Appell der Bundesregierung auf öffentliche Verkehrsmittel zu verzichten, würden mehr Menschen auf Pkw-Fahrten mit Personen aus verschiedenen Haushalten umsteigen, ohne Abstands- und Maskenregeln. Hiermit bestünde ein wesentlich höheres Ansteckungsrisiko.

Es müsse ein ausgewogenes Konzept geben um das Ansteckungsrisiko generell zu senken, jedoch keine Warnungen oder Stellungnahmen, welche nicht belegt sind.

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Schienennetz wird ökolisiert und digitalisiert

„Die Bundesregierung investiert so viel wie noch nie in die Modernisierung und Ökolisierung der Schiene“, – so Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Viele konzeptionelle Maßnahmen seien geplant, so dass die Schiene der erste klimaneutrale Verkehrsträger sein kann. Ein wesentlicher Baustein sei die Digitalisierung der Schiene durch das europäische Zugleit- und Signalsystem ETCS.

Es würden enorme Finanzmittel für die Schieneninfrastruktur zur Verfügung stehen, welche nun tatsächlich aufs Gleis gebracht werden müssten.

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TX Logistik erhält erneut Sicherheitsbescheinigung

TX Logistik AG (TXL) hat erneut in der Schweiz die Sicherheitsbescheinigung erhalten, zuvor schon in Österreich und Italien:

Die Bescheinigungen gelten für die nächsten 5 Jahre un bestätigt, dass das Unternehmen alle Vorgaben für den sicheren Bahnbetrieb in Europa einhält und einhalten wird.

„Unser europäisches Netzwerk mit Leistungen auf den Nord-Süd-Relationen zwischen Skandinavien und Italien und auf dem West-Ost-Korridor bis nach Ungarn und Rumänien ist noch stärker und sicherer geworden und wir schauen, unterstützt durch unseren bedeutenden Investitionsplan, nach weiteren Entwicklungsmöglichkeiten.“ – so Gian Paolo Gotelli, CEO von TX Logistik.

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CEO von TX Logistik

Geringes Ansteckungsrisiko in Bus und Bahn

Der Branchenverband VDV legt durch eine Umfrage vor, dass es unter den MitarbeiterInnen im ÖPNV nur sehr wenige Corona-Infektionen gibt:

Von 94 Nahverkehrsunternehmen mit fast 80.000 Beschäftigten gibt es seit Beginn der Corona-Pandemie insgesamt 233 Infektionen mit dem Virus. Damit ist der Öffentliche Nahverkehr kein Corona-Hotspot.

Eine weitere Nachfrage bei den Unternehmen ergab auch, dass sich nur 9 der 233 Corona-Infizierten im ÖPNV nachweislich im Dienst angesteckt haben. Wenn sich entsprechend der Corona-Regeln verhalten wird, dann ist das Risiko einer Ansteckung sehr gering, für die Fahrgäste mit einer kürzeren Aufenthaltszeit in den Fahrzeugen geringer als für die MitarbeiterInnen.

„[..] Wir werden selbstverständlich weiterhin alle nötigen Maßnahmen zur Minimierung des Infektionsrisikos konsequent umsetzen, von der Kontrolle der Maskenpflicht über Reinigungs- und Hygienemaßnahmen bis zu Information, Aufklärung und Sensibilisierung der Fahrgäste. Damit der ÖPNV auch während der Pandemie ein sicheres und zuverlässiges Verkehrsmittel für alle bleibt“, – VDV-Präsident Ingo Wortmann.

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Große Unterschiede zwischen Bundesländern im Punkt Nachhaltigkeit

Laut einer wissenschaftlichen Studie liegen die Bundesländer bei der Nachhaltigkeit im Verkehr weit auseinander:

Beim Bundesländerindex, der sich aus Klimaschutz, Luftqualität, Verkehrssicherheit, Lärmminderung und Flächenverbrauch zusammensetzt, erreichte Baden-Württemberg den ersten Platz. Darauf folgen Thüringen (2.Platz) und Rheinland-Pfalz (3.Platz). Aber die Spitzenreiter weisen dennoch in einigen Bereichen noch Defizite auf. Bayern landet auf dem letzten Platz.

In den einzelnen Kategorien gibt es Gewinner und Verlierer. Im Klimaschutz liegt Hamburg vorn und Bayern hinten. Dafür schneidet Hamburg bei der Luftqualität sehr schlecht ab und Thüringen ist an der Spitze. Dasselbe gilt für Hamburg auch im Punkt Lärm, wobei es schlechter abschneidet als die anderen Bundesländer. Baden-Württemberg hat hier die Nase vorn.

Positiv sticht Baden-Württemberg auch bei der Verkehrssicherheit vor und lässt Sachsen weit hinter sich. In der letzten Kategorie, dem Flächenverbrauch, liegt Rheinland-Pfalz vorn und Mecklenburg-Vorpommern bildet das Schlusslicht.

„ [..] Die Spitzenreiter in dem Ranking zeigen, dass gute Ansätze schon heute möglich sind, aber alle Länder müssen jetzt zum Treiber der Verkehrswende werden. Bisher nehmen sie überwiegend eine passive Zuschauerrolle ein oder bremsen das Bemühen um eine andere, nachhaltige Mobilität sogar aus.“ – Dirk Flege, Geschäftsführer Allianz pro Schiene.

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Förderung Trassenpreise auch für NE-Bahnen

189 Schienengüterverkehrsunternehmen, welche im Branchenverband VDV organisiert sind, fordern vom Bund, dass künftig auch die Trassenpreise für die Nutzung nichtbundeseigener Schienenwege gefördert werden:

Es werden ca. 15% des deutschen Schienennetzes von nichtbundeseigenen Eisenbahnen betrieben, jedoch unterstützt der Bund nur die Nutzung der Infrastruktur im Bereich der DB Netz AG mit jährlich 350 Mio. Euro.

Damit entsteht jedoch ein Wettbewerbsnachteil für die NE-Bahnen und Infrastrukturen. Um mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern, muss das gesamte Schienennetz entlastet werden.

„Wenn die letzten Kilometer des Transports wegen fehlender Trassenpreisförderung für die Kunden deutlich teurer sind als der gesamte Rest der Strecke, dann steht im Zweifel der komplette Auftrag infrage. Gütertransporte werden in erster Linie über den Preis entschieden und da zählt wirklich jeder Euro. [..]“, so VDV-Vizepräsident Joachim Berends.

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RailWatch gewinnt Sonderpreis für vorausschauende Wartung

RailWatch GmbH & Co. KG wurde in Zusammenarbeit mit der Bremischen Hafeneisenbahn mit einem Preis ausgezeichnet. 2016 startete das Projekt, welches auf digitale Instandhaltungsprozesse und die vorausschauende Wartung im Bahnsektor zielt:

Innovative Technologie wird direkt am und im Gleis verbaut und durch die Erfassung der technischen Zustände von Güterwagen ist eine pro-aktive Instandhaltung möglich. Dadurch würden Kosten gespart und die Umwelt geschützt.

Auch können über den Zustand der Waggons Rückschlüsse auf die Beanspruchung der Gleise und Weichen gezogen werden.

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Österreich möchte Schienenmaut auf null setzen

Um die Eisenbahnverkehrsunternehmen zu unterstützen, hat am 7. Oktober die Europäische Union erlaubt, die Schienenmaut auf null zu setzen. Österreich hat vor genau dies zu tun:

„Das Benützungsentgelt wird rückwirkend zum 8. Oktober auf null gesetzt – aber nur für die eigenwirtschaftlich betriebenen Verkehre“, so ein Ministeriumssprecher. Die Mautbefreiung soll zunächst bis Ende 2020 gelten. Mit der Senkung wird der klimafreundliche Verkehr auf der Schiene gefördert und der Güterverkehr unterstützt.

Der Fachverband der Schienenbahnen in der Wirtschaftskammer zeigt auch seinen Zuspruch, jedoch verlangt dieser eine dauerhafte Senkung der Schienenmaut um 50 Prozent, um der Rückverlagerung von Transporten auf die Straße entgegenzuwirken.

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